Wärmster Januar in Spanien seit Beginn der Aufzeichnungen 

Madrid - Spanien hat dieses Jahr den wärmsten Januar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1961 verzeichnet. Die Durchschnittstemperatur auf dem spanischen Festland lag im Januar 2024 bei 8,4 Grad Celsius - 2,4 Grad über dem Durchschnitt für diesen Zeitraum, wie die spanische Wetterbehörde Aemet am Mittwoch mitteilte. 

7. Februar 2024 | News International
Gesellschaft

Knapp 400 Wetterstationen – und damit mehr als die Hälfte aller Wetterstationen im Land – verzeichneten Temperaturen von 20 Grad Celsius oder mehr, hiess es in der Erklärung der Aemet. In der östlichen Region Valencia stieg das Quecksilber auf 29,5 Grad, in Murcia im SĂĽdosten auf 28,5 Grad und in der Nähe von Málaga im SĂĽden auf 27,8 Grad – Temperaturen, die normalerweise im Juni auftreten.

Das für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Wetter lockte die Menschen in ganz Spanien an die Strände und in Strassencafés, verschob den Start der Skisaison und verschlimmerte die seit Jahren andauernde Dürre in den Regionen Katalonien im Nordosten und Andalusien im Süden. Die Regionalregierung von Katalonien hatte vergangene Woche den Dürre-Notstand für die zweitgrösste Stadt des Landes Barcelona und ihre Umgebung ausgerufen. Damit werden nach drei Jahren ohne nennenswerte Niederschläge strengere Einschränkungen beim Wasserverbrauch möglich.

Auch Andalusien kämpft mit extremer Dürre. Behörden zufolge werden im Sommer in den Städten Sevilla und Málaga Wasserbeschränkungen nötig sein, wenn es nicht vorher regnet. Katalonien und Andalusien sind die am dichtesten besiedelten Regionen Spaniens. Beide bereiten sich darauf vor, möglicherweise Wasser mit Schiffen über den Seeweg heranzuschaffen, sollte es nötig werden.

Landwirtschaftsminister Luis Planas sprach nach Bekanntwerden des Temperaturrekords vor Journalisten von einer „sehr komplizierten Situation“. Die Spanier seien sich des Klimawandels bewusst, betonte er. Laut Wetterbehörde Aemet war der Januar zwar insgesamt ein regenreicher Monat, der Regen sei jedoch sehr ungleich verteilt gewesen: „Da, wo der Niederschlag am nötigsten ist, regnete es am wenigsten“, sagte Aemet-Sprecher Ruben del Campo. Experten zufolge erhöht der Klimawandel die Intensität und Häufigkeit extremer Wetterereignisse wie Hitzewellen, DĂĽrren und Waldbrände.

(APA/AFP)

 

 

In einigen Regionen kletterten die Temperaturen auf beinahe 30 Grad

Bild: CRISTINA QUICLER

 

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