VU bekennt sich gegen die Volkswahl der Regierung 

Der Parteivorstand der VU beschliesst am Montagabend im Restaurant Rössle in Schaan die Nein-Parole fĂŒr die Abstimmung im Februar. Die DpL, so die einhellige Meinung, gefĂ€hrden mit ihrer Initiative die StabilitĂ€t des Landes, indem sie die verschiedenen Staatsgewalten gegeneinander ausspielen wollen.

23. Januar 2024 | Redaktion
Liechtenstein

Überraschung gleich zu Beginn: Thomas Rehak stellte im Rössle in Schaan die DpL-Initiative nicht vor, wie ursprünglich geplant und zugesagt. Erst 20 Minuten nach dem Starttermin meldete er sich telefonisch ab. So sei die Initiative intern vorgestellt worden, wie aus einer Mitteilung der Partei vom Montagabend hervorgeht. Parteipräsident Thomas Zwiefelhofer sei danach zwischenzeitlich in die Rolle der BefĂŒrworter bzw. des “advocatus diaboli“ geschlĂŒpft. “Die anschliessende angeregte und lange – gut 1,5 stündige – Diskussion lief emotional, aber fair ab. Die Abstimmung fand zügig statt und fiel glasklar aus. Alle Anwesenden stimmten für eine Nein-Parole“, heisst es in der Mitteilung weiter.

Bereits im Vorfeld hĂ€tten sich die Parteiführung der VU klar gegen die Initiative ausgesprochen. Nicht nur, weil daraus eine neue, aus Parteisicht, unberechenbare Staatsform entsteht, sondern auch weil viele Konsequenzen einer Annahme der Initiative heute noch nicht abschliessend geklärt seien. Parteipräsident Thomas Zwiefelhofer zitierte auch am Parteivorstand das geflügelte Wort: Mit einer Annahme der DpL-Initiative würde man «die Katze im Sack» kaufen und die Stabilität des Landes ohne Not auf’s Spiel setzen. Für solche gefährlichen politischen Experimente ist die VU aber nicht zu haben.

(pd)

 



VU-Parteimitglieder am Montagabend im Restaurant Rössle.

Bild: VU