Vaduz beendet endlich die «schwarze Serie»

Der FC Vaduz hat nach zwölf sieglosen Partien endlich die schwarze Serie beenden können. Dank guter Effizienz besiegten die Residenzler Xamax Neuchâtel mit 5:3 (3:0)-Toren. Djokic (2. / 17.) und Cavegn (35. / 47.) mit einer Doublette sowie Fehr (53.) erzielten die Tore des Gastgebers. Für die Gäste trafen Hautier (66.), Fatkic mittels Penalty (70.) und Bokayoko per Kopf (72.).

4. Februar 2024 | Ernst Hasler
Gesellschaft

Über weite Strecken war der FCV entschlossen und agil aufgetreten. Die drei Gegentore innert sechs Minuten sorgten für einen Bruch und erinnerten an die eine oder andere negative Begebenheit der letzten zwölf sieglosen Partien. Unter dem Strich zählt der Sieg und somit das Zeichen nach aussen, dass der FCV auch siegen kann.

Was fĂĽr eine Effizienz?

Mit einer ungewöhnlichen Effizienz trat der FC Vaduz in Erscheinung. Wieser lancierte mit einem öffnenden Pass Golliard über die rechte Aussenbahn: Dessen Zuspiel erreichte Djokic, der aus halbrechter Position abzog; der Ball kullerte mit etwas Glück über die Torlinie (1:0). Die Gäste reagierten unverzüglich. Del Toro schoss übers Tor (7.) und sein Knaller fiel zentral aus, doch Torhüter Büchel klärte sicher (10.). Und ein Abpraller lenkte Rapp gefährlich vors Tor, wo Büchel in Bedrängnis geriet (11.). Nach einem Golliard-Faux-pas agierten die Gäste zu umständlich, stattdessen traf auf der Gegenseite der FCV. Golliard bediente mittels geschicktem Aussenrist Djokic, der den Ball in Bedrängnis mit Epitaux über die Linie lenkte (2:0). Und in der Folge war es erneut Xamax, das spielerisch gefährlich nach vorne kombinierte. Einen Hautier-Schlenzer lenkte Büchel um den Pfosten (21.), eine Hautier-Flanke senkte sich gefährlich am hinteren Pfosten, Büchel konnte in extremis den Anschlusstreffer vereiteln (23.) und als Hautier nochmals an den Ball kam, brachte er den Fuss nicht ideal hinter den Ball (32.). 

Vaduz nutzte seine Konterchancen gut. Eine Emini-Verlagerung landete bei Cavegn, der düpierte Epitaux und traf mit einem satten Schuss unter dem Körper von Guivarch ins Tor (3:0). Zu guter Letzt vergab der FCV noch einen Hochkaräter: Cavegn hätte mittels Heber den Gästekeeper überlisten können, bediente jedoch Djokic, der den Ball neben das Tor schob (38.).

Vaduz liess nichts anbrennen

Die Gäste wechselten zur Halbzeit und nahmen unter anderem den agilen Del Toro vom Platz. Davon liess sich der FCV nicht beirren, eine feine Einzelleistung von Golliard war Ausgangspunkt des vierten Treffers. Golliard steckte für Cavegn durch, der solo vor Guivarch keine Mühe hatte den nächsten Treffer zu markieren (4:0).  Der Bann war längst gebrochen. Djokic behielt im Strafraum die Übersicht und legte den Ball auf den Strafraum zurück, wo der aufgerückte Fehr mittels Flachschuss ins rechte Eck das 5:0 fixierte. In der Folge scheiterten Fosso (64.) und Gelmi mit ihren Schüssen (64.). Neuchâtel war bestrebt, den Ehrentreffer zu erzielen und gab sich nicht auf. Einen Schwizer-Freistoss krallte Büchel (66.), doch als Hautier von Stöber vergessen ging, landete der Ball via Innenpfosten im Tor (5:1). Nachdem Isik den robusten Bakayoko von den Beinen nahm, diktierte Ref Huwiler einen Penalty, den Captain Fatkic sicher verwandelte (5:2). Es kam aber noch faustdick, denn eine Schwizer-Flanke köpfelte Bakayoko wuchtig ins Tor (5:3). 

Die Spannung war zurück, doch der FCV kam noch zu zwei hochkarätigen Torchancen. Einen Golliard-Flachschuss klärte Guivarch mittels Fussabwehr (82.) und Fosso schoss bei seinem Solovorstoss den Gästekeeper an (88.). Und die letzte Torchance liess Xamax liegen: Fatkic köpfelte aus nächster Nähe neben das Tor  (93.). Danach erlöste der Ref die Akteure und auf den Rängen war ein tiefes Durchatmen zu vernehmen.

 

Telegramm: FC Vaduz – Xamax Neuchâtel 5:3 (3:0).

Rheinpark Stadion, Vaduz. 1’303 Zuschauer. Schiedsrichter David Huwiler (Sz), assistiert von Marco Zürcher und Ilco Jancevski (Sz).

FC Vaduz: Büchel; Fehr, Isik, Gelmi, Stöber; Wieser (ab 81. Lüchinger), Njie; Golliard, Emini (ab 63. Fosso), Djokic (ab 81. Rahimi); Cavegn (ab 93. Chabbi). 

Xamax Neuchâtel: Guivarch; Epitaux (ab 79. Hammerich), Hajrovic, Winkler, Nsakala (ab 46. Balaruban); Aliu Fatkic; Hautier (ab 85. Marin), Bakayoko, Del Toro (ab 46. Schwizer); Rapp.  

Tore: 1:0 2. Dejan Djokic; 2:0 17. Dejan Djokic; 3:0 35. Fabrizio Cavegn; 4:0 47. Fabrizio Cavegn; 5:0 53. Fabio Fehr; 5:1 66. Jesse Hautier; 5:2 70. Kenan Fatkic (Foulpenalty); 5:3 72. Soumaila Bakayoko;  

Bemerkungen: Vaduz ohne Hasler, Gasser, Gajic, Traber, Ibrisimovic (verletzt), Kräuchi (krank), Berisha (intern gesperrt) und Foser (nicht im Aufgebot); Xamax ohne Roth (verletzt), Athekame (gesperrt), Campos (krank), Mujcic, Alili und Soro (nicht im Aufgebot). Verwarnung für Wieser (28. – Foul).  Eckenverhältnis: 3:9 (0:6).

FCV-Trainer Martin Stocklasa im Interview. 

Video: Ernst Hasler



Erleichterung bei den FCV-Verantwortlichen. Präsident Patrick Burgmeier, Sportchef Franz Burgmeier und FCV-Vorstandsmitglied Norbert Biedermann (v.l.). 

Bild: Ernst Hasler