Umbau Postgebäude Vaduz in Landesbibliothek erfordert Zusatzkredit

Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom 29. August 2023 den Bericht und Antrag betreffend die Genehmigung von Ergänzungskrediten für die Umnutzung des Post- und Verwaltungsgebäudes Vaduz für die Liechtensteinische Landesbibliothek genehmigt.

30. August 2023 | Redaktion
Region

Im Jahr 2019 wurde vom Landtag ein Verpflichtungskredit von 22 Millionen Franken für die Umnutzung des Post- und Verwaltungsgebäudes Vaduz für die Liechtensteinische Landesbibliothek genehmigt. Diese Investitionskosten werden dem Baukostenindex angepasst und betragen heute (Stand Index Oktober 2022) rund 25.3 Millionen Franken. Die Gemeinde Vaduz hat für die Umnutzung des Post- und Verwaltungsgebäudes für die Liechtensteinische Landesbibliothek einen einmaligen (nichtindexierten) Investitionskostenbeitrag in der Höhe von drei Millionen Franken zugesichert.

Mit dem aktuell von der Regierung verabschiedeten Bericht und Antrag beantragt die Regierung für die Umnutzung des Post- und Verwaltungsgebäudes Ergänzungskredite.

Ein Teil der beantragten finanziellen Mittel dient der Anpassung des Projekts in den beiden Bereichen „Nachhaltigkeit und Ă–kologie“ sowie „Aussenraumgestaltung und Biodiversität“. Die dafĂĽr beantragten Mittel belaufen sich auf 1.85 Millionen Franken. Anstatt der Zertifizierung nach Minergie soll mit den zusätzlichen Mitteln die höhere Nachhaltigkeitszertifizierung mit dem Label „Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz“ (SNBS) angestrebt werden. 

Für die Umsetzung der damit einhergehenden baulichen Nachhaltigkeitsmassnahmen, wie die Nutzung von Recyclingbeton oder erhöhte Anforderungen an einen umweltschonenden Betrieb (Messkonzept, zusätzliche Messstellen usw.), sind 0.92 Millionen Franken erforderlich. Mit den weiteren 0.93 Millionen Franken soll der bestehende Aussenraum um das Post- und Verwaltungsgebäude durch Förderung der Biodiversität und Begrünung der Flächen aufgewertet werden.

Der andere Teil der beantragten finanziellen Mittel dient dem Ausgleich der Teuerung. Der Investitionskostenbeitrag der Gemeinde Vaduz über drei Millionen Franken unterliegt, anders als die mit Finanzbeschluss 2019 durch den Landtag genehmigten Investitionskosten, nicht der Indexierung. 

Seit der Zusicherung der Gemeinde Vaduz, einen einmaligen Investitionskostenbeitrag auszurichten, sind rund 450’000 Franken an Bauteuerung angefallen. Auf Anfrage des Ministeriums fĂĽr Infrastruktur und Justiz hat der Gemeinderat Vaduz im Juli 2023 beschlossen, einen Teil der bisher teuerungsbedingt angefallenen Kosten zu ĂĽbernehmen und den Investitionskostenbeitrag um 300’000 auf 3.3 Millionen Franken zu erhöhen. 

Die mit diesem Bericht und Antrag beantragten finanziellen Mittel in der Höhe von 150’000 Franken dienen dem Ausgleich des ĂĽbrigen Teils der teuerungsbedingt auf den Investitionskostenbeitrag der Gemeinde angefallenen Kosten.

Bei der Annahme einer Bauteuerung im Zeitraum von 2023 bis 2026 im selben Umfang wie in den letzten Jahren, ergäbe sich zudem ein weiterer Finanzbedarf im Umfang von 450’000 Franken auf den ursprĂĽnglichen Investitionskostenbeitrag der Gemeinde Vaduz. Auch die voraussichtliche Bauteuerung von 450’000 Franken wird vorsorglich als Aufstockung der Bauherrenreserve beantragt.

(pd/red)

 

Geplante Landesbibliothek wird teurer als gedacht.

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