Stromversorgung des Landesspitals im Notfall sichergestellt 

Die Regierung genehmigte heute den "Notfallplan Energiemangellage". Dieser sieht vor, dass die Stromversorgung kritischer Infrastrukturen auch im Falle von Stromabschaltungen nicht unterbrochen wird.

31. Januar 2023 | Redaktion
Liechtenstein

Im Auftrag der Regierung hat der LandesfĂĽhrungsstab in Zusammenarbeit mit den Liechtensteinischen Kraftwerken (LKW) einen „Notfallplan Energiemangellage“ erarbeitet. Dieser legt fest, welche Einrichtungen im Falle einer stundenweisen rollierenden Stromnetzabschaltung weiterhin permanent mit Strom zu versorgen sind.

Auslöser war die drohende Strommangellage, die zwar derzeit abgewendet scheint, jedoch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden kann. Die Regierung hat den „Notfallplan Energiemangellage“ heute genehmigt.

Rollierende Stromabschaltungen verhindern Zusammenbruch 

Im Falle einer Strommangellage stellen rollierende Netzabschaltungen die letztmögliche Massnahme dar, um einen Zusammenbruch der Stromversorgung zu verhindern. Dabei wird die elektrische Energieversorgung sektorenweise und zeitlich begrenzt gemäss einem vordefinierten Plan abgeschaltet. Die stundenweise Abschaltung der Stromversorgung erfolgt vorsorglich und wird vorab angekündigt.

Sollte diese Massnahme trotz aller sonstigen Anstrengungen ergriffen werden mĂĽssen, hat der LandesfĂĽhrungsstab in Zusammenarbeit mit den Liechtensteinischen Kraftwerken (LKW) einen Notfallplan erarbeitet, um die Stromversorgung von kritischen Infrastruktur­einrichtungen aufrechtzuerhalten. Dabei wurden sowohl die technische Machbarkeit als auch die Vorgaben der schweizerischen Organisation fĂĽr Stromversorgung in Ausserordentlichen Lagen (OSTRAL) berĂĽcksichtigt. Der sog. „Notfallplan Energiemangellage“ wurde heute von der Regierung genehmigt.

Stromversorgung kritischer Infrastrukturen sichergestellt 

Die Netzinfrastruktur der LKW setzt einer gezielten Ausnahme einzelner Objekte von Stromabschaltungen technische Grenzen. Für die grosse Mehrheit der kritischen Infrastrukturen, wie dem Landesspitals, der Landespolizei, der Gasversorgung sowie der Wasser- und Abwasserversorgung kann jedoch eine permanente Stromversorgung sichergestellt werden.

Auch wenn eine Strommangellage fĂĽr diesen Winter inzwischen als unwahrscheinlich gilt, sind die entsprechenden Institutionen dank dem „Notfallplan Energiemangellage“ im Falle einer erneut drohenden Strommangellage im Winter 2023/24 vorbereitet. (ots)



Für die Mehrheit der kritischen Infrastrukturen ist im Notfall die Stromversorgung  sichergestellt.

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