R├╝ckblick auf ein halbes Jahr Konrad F├╝nfst├╝ck

Am 1. Juni 2023 ist Konrad F├╝nfst├╝ck als Liechtensteiner Nationaltrainer gestartet. Ein halbes Jahr sp├Ąter ist seine Handschrift deutlich erkennbar und vieles anders als zuvor.

19. Januar 2024 | Redaktion
Gesellschaft

Dass Liechtenstein unter dem neuen Nationaltrainer Konrad F├╝nfst├╝ck nicht pl├Âtzlich Spiele gegen ├╝berm├Ąchtige Gegner gewinnen wird, war allen, auch ihm, von Anfang an klar. Dennoch trat der 43-j├Ąhrige Deutsche sein Amt beim LFV mit der klaren Vorstellung an, die Liechtensteiner Nationalmannschaft attraktiver zu machen. ┬źWir wollen aktiv am Spiel teilhaben und nicht nur ausschliesslich das eigene Tor sch├╝tzen┬╗, betonte er von Anfang an und wurde nicht m├╝de, diese Botschaft immer wieder zu platzieren.

Was sich so einfach anh├Ârt, ist gegen grosse Fussballnationen jedoch alles andere als leicht umsetzbar. So hat Konrad F├╝nfst├╝ck verschiedene Hebel angesetzt und konsequent an der herausfordernden Aufgabe gearbeitet. Wichtig war der sportlichen Leitung in allererster Linie, den Spielern eine klare Spielphilosophie mit klaren Prinzipien zu vermitteln, damit die Mannschaft auch in unterschiedlichen Besetzungen weiss, wie auf den Positionen gespielt wird. Dazu geh├Ârt eine klare Grundordnung mit einem Plan im Spiel mit dem Ball und gegen den Ball.

Zentral war es f├╝r den neuen Nationaltrainer auch, denjenigen Spielern, die nicht auf Profiniveau spielen, zus├Ątzliche Trainingseinheiten anzubieten, um die physische und taktische Komponente zu verbessern. Dazu wurde der sogenannte LFV-St├╝tzpunkt als permanentes Angebot, bei dem den Spielern zweimal im Monat Trainings angeboten werden, ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser St├╝tzpunkteinheiten wird durch den neu beim Verband angestellten hauptamtlichen Fitness- und Athletiktrainer Florian Klauser zudem auch die Leistungsdiagnostik durchgef├╝hrt, deren Ergebnisse dann in individuelle Fitnesstrainings einfliessen.

Da sich die Liechtensteiner Nationalmannschaft altersm├Ąssig in einem Umbruch befindet, war es ebenfalls wichtig, ein Perspektivteam zu formen, das zusammen mit den erfahrenen Spielern diese Zusatztrainings im St├╝tzpunkt absolviert. Insgesamt sieben Spieler, die zuvor noch nicht zum Kreis der Nationalmannschaft geh├Ârt hatten, durften sich in der Folge ├╝ber erste Eins├Ątze in der EURO 2024 Qualifikation freuen. Liechtenstein verf├╝gt dank dieser Massnahme aktuell ├╝ber ein breiteres Kader als zuvor und ist besser gewappnet, wenn Spieler aus unterschiedlichen Gr├╝nden nicht zur Verf├╝gung stehen.

In der EURO Qualifikationskampagne, die f├╝r Konrad F├╝nfst├╝ck bereits zwei Wochen nach seinem Arbeitsbeginn in Liechtenstein mit dem Ausw├Ąrtsspiel gegen Luxemburg begann, war seine Handschrift schon fr├╝h erkennbar. Mutige Auftritte mit Ballbesitz und eine Spielweise, die f├╝r alle Gegner unangenehm war, pr├Ągten das neue Gesicht der Liechtensteiner Nationalmannschaft in den bisher acht L├Ąnderspielen seit Juni 2023.┬á

Unter seiner Leitung wurden 29 Spieler eingesetzt. Das Durchschnittsalter der Nationalmannschaft betrug 25 Jahre. Sieben Halbzeiten absolvierten die Liechtensteiner ohne Gegentor, sie blieben dennoch ohne Punktgewinn in einer starken Gruppe, in der sich bis auf Liechtenstein alle Mannschaften zum Jahresende bereits f├╝r die EURO qualifiziert hatten oder noch die Qualifikationsm├Âglichkeit haben.

(pd)

 

Konrad F├╝nfst├╝ck blickt auf ein halbes Jahr als Liechtensteiner Nationaltrainer zur├╝ck.

 Foto: DeFodi / Marco Steinbrenner