Reaktionen zum Länderspiel Slowakei – Liechtenstein

Bratislava - Trotz Liechtensteins 3:0 Niederlage gegen die Slowakei zieht Nationaltrainer Konrad FĂĽnfstĂĽck positive Erkenntnisse aus dem Spiel. Weniger ĂĽberrascht dagegen die Freude von Slowakeis Nationaltrainer Francesco Calzona ĂĽber den Sieg seiner Mannschaft.

12. September 2023 | Ernst Hasler
Gesellschaft

Konrad Fünfstück: «Mannschaft war nicht körperlich frisch»

 «Ich bin schon 20 Jahre im Fussball, einen solchen Start wünscht man sich nicht. Nach dem Anstoss, dem ersten Eckball und einem abgewehrtem Ball steht es schon 3:0 für die Slowakei. Alles war schon passé. Die Mannschaft war körperlich und mental nicht wirklich frisch. Die Slowakei hat mit frischen Spielern eine extreme Wucht auf den Platz gebracht.

Das Erlebnis vom Hinspiel wollten die Slowaken nicht wiederholen. Dennoch ein Kompliment an mein Team, denn wir haben nach dem frühen 3:0-Rückstand 90 Minuten 0:0 gespielt. Wir haben nun das vierte Spiel eine Halbzeit nicht verloren, ein positiver Aspekt. Trotzdem ziehen wir viel Positives heraus: Ich erwähne die Einstellung und den Willen.

Das hatte nicht mit der Grundausrichtung zu tun. Solche Tore können in jedem Spiel passieren. Es waren drei Geschenke, die wir nicht gut verteidigt haben. Mein Team war etwas überrascht von der Kulisse, zudem spielen die Slowaken andere Bälle, die meine Spieler nicht gewohnt sind. Nach dem 3:0 mussten wir den Matchplan verändern und wie können wir mit unseren Kräften dagegen gehalten.

Zur Halbzeit sprach ich die Chance an, dass wir in der zweiten Halbzeit 0:0 spielen können. Es ist irrelevant, welches System wir spielen. Wir wussten, was auf uns zukommt und wir viel mitnehmen konnten. Wir wissen, welche Qualität uns gegenüber stand.

In den zwei Duellen haben wir gegen die Slowakei 0:4-Tore kassiert; das ist nicht so schlecht. Wir sind Sportler und wollen gewinnen oder Unentschieden spielen. Heute hat man aber erkannt, was wir mit dem Ball vorhaben. Dennoch ist klar, dass nach einem 3:0 die FĂĽsse zitterig wurden; puh … das muss man in Relation sehen. Wir wissen, dass unser Weg schwer ist. Wir spielten in dieser Woche gegen zwei Teams, die sehr ambitioniert sind, mit Spielern mit extremer Qualität. In Bosnien waren wir etwas frischer. Gut gegen die Widerstände angekämpft.

Offensiv?

Wir trainieren das Umschaltspiel. In gewissen Zonen war das heute nicht möglich; wir haben die Räume verdichtet und zwar in 2:1-Situationen. Wenn man höher steht, ist man näher zum gegnerischen Tor. Es sind Lernspiele, die uns auf dem Weg weiter helfen.»

Slowakeis Nationaltrainer Francesco Calzona:

«Ich war mit dem Auftritt meines Teams sehr zufrieden, obwohl es nach zehn Minuten bereits vorbei war. Der Auftritt war nicht apathisch, denn die Partie verlief sehr intensiv.

Heute haben wir sehr leicht die drei Tore erzielt. Danach ist es schwieriger geworden, ich wollte von den Spielern, dass sie den Matchplan einhalten und intensiv weiter agieren.

Nach dem Spiel gegen Portugal kamen einige Neulinge ins Team. Jene Partie hatte uns körperlich und mental viele Kräfte gekostet. Das war der Grund, weshalb ich fünf neue Spieler in die Startelf gestellt hatte.»

 

Liechtensteins Nationaltrainer Konrad FĂĽnfstĂĽck musste sein Team schon frĂĽh umstellen.

Bild: ©LFV/DeFodi/Marco Steinbrenner