Petenten hinterfragen Nutzen und Risiken von Geoengineering 

Aufgrund ernsthafter Bedenken hinsichtlich des Klimaschutzes im Zusammenhang mit dem Versprühen von Partikeln in die Erdatmosphäre, unterzeichnete eine Gruppe von dreizehn Personen eine Petition die am Dienstag dem Landtag überreicht wurde. Die Petition enthält dringende Fragen an Regierung und Behörden zum Thema Geoengineering.

13. September 2023 | Redaktion
Liechtenstein

Eingriffe in die Natur bergen entsprechende Risiken und gefährden bzw. beeinträchtigen gegebenenfalls das Leben von Menschen und anderen Lebewesen. Im Interesse aller Menschen, gilt es die Natur als Lebensraum zu schützen und anhand von Experimenten nicht zu gefährden.

Das Generalsekretariat UVEK der Schweizerischen Eidgenossenschaft veröffentlichte am 14. März 2019 eine Medienmitteilung über die UNO-Umweltkonferenz in Nairobi (Kenia), an welcher auch die ehemalige Bundesrätin Simonetta Sommaruga teilnahm. Gemäss dieser Medienmitteilung, sowie in einem mit Frau Sommaruga geführten Interview, wird das Versprühen von Partikeln in der Atmosphäre als Beispiel für «Geoengineering» erwähnt. Dadurch soll die Sonneneinstrahlung verringert und somit die Erderwärmung abgeschwächt werden.

Frau Sommaruga erwähnt, dass die Schweizer Delegation eine Untersuchung der Chancen und Risiken des «Geoengineering» beantragte, leider kam es zu keinem Konsens für diesen Antrag. Jedoch werde sich die Schweiz zusammen mit anderen Staaten weiter dafür engagieren, dass die Fakten betreffend «Geoengineering» zur Sprache kommen.

Seit der Medienmitteilung im März 2019 sind mehr als vier Jahre vergangen. Dies gab einer Gruppe von Freunden und Bekannten Anlass sich zusammenzutun um folgende Fragen an Regierung und Behörden zu stellen:

Was aus dieser angekündigten Aufarbeitung geworden ist? Diese ist zumindest öffentlich nicht erkennbar. Hat die Schweiz die Liechtensteiner Regierung in den vergangenen Jahren bezüglich «Geoengineering» kontaktiert oder hat sich die Liechtensteiner Regierung eigenständig bzw. mit anderen Partnern jemals dieser grenzüberschreitenden Thematik gewidmet? Diese und weitere Fragen, die Teil der eingereichten Petition sind, werden voraussichtlich auf der Traktandenliste des Oktober-Landtags zu finden sein.

Für einen öffentlichen Meinungsbildungsprozess in dieser das Leben tangierenden, äusserst wichtigen Thematik erachten die Petenten eine transparente, umfangreiche Information von Seiten der Regierenden bzw. den Behörden als unabdingbar.

Die eingereichte Petition wurde von dreizehn Personen unterzeichnet, die nun hoffen, dass sich Volksvertreterinnen und -vertreter dieser Thematik annehmen und die Petition an die Regierung ĂĽberwiesen wird.

 

Quellen:

Medienmitteilung des Generalsekretariat UVEK der Schweizerischen Eidgenossenschaft: 

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/dokumentation/medienmitteilungen/anzeige-nsb-unter-medienmitteilungen.msg-id-74333.html

Video-Interview Simonetta Sommaruga:

https://www.blick.ch/politik/sommarugas-fazit-nach-un-versammlung-umweltprobleme-lassen-sich-nur-gemeinsam-loesen-id15216834.html

(red)

Jürgen Schädler (rechts), Petitionär bei der Übergabe.

Bild: IKR