Neue Vorschriften fĂĽr Schwermetallgehalt in DĂĽngemitteln

Die Regierung hat gestern beschlossen, dass DĂĽngemittel, die in der Landwirtschaft verwendet werden, die Grenzwerte fĂĽr Schadstoffe einhalten mĂĽssen, die in der Schweizerischen Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung festgelegt sind.

19. April 2023 | Redaktion
Region

In ihrer Sitzung vom 18. April 2023 hat die Regierung eine Abänderung der Verordnung über landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von Landwirtschaftsbetrieben (LBAV) erlassen.

Neu wird in der LBAV festgeschrieben, dass in der Landwirtschaft verwendete Düngemittel die Grenzwerte für Schadstoffe (inklusive Schwermetalle) einhalten müssen, die in der Schweizerischen Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung festgelegt sind. Die Verordnung tritt am 1. Mai 2023 in Kraft.

Hintergrund ist, dass der wiederholte Einsatz von Phosphatdüngern zu einer kontinuierlichen Anreicherung der landwirtschaftlichen Böden mit Schwermetallen führen kann, die aufgrund ihrer Toxizität, ihrer Persistenz in der Umwelt und ihrer bioakkumulativen Eigenschaften bekannte Umweltschadstoffe sind.

Diese Anreicherung soll durch die Sicherstellung der Einhaltung der Schadstoff-Grenzwerte möglichst gering gehalten werden.

(ots)

→ Die Schweizerische Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung ist abrufbar unter: https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2005/478/de



 

Schwermetalle im Phosphatdünger vergiften die Böden nachhaltig.

Bild: Shutterstock