Mehr Ressourcen für den Bevölkerungsschutz nötig

Liechtenstein ist keine Insel der Glückseligen. Ein neues Buch der Stiftung Zukunft zeigt, welchen Risiken und Gefahren sich die Bevölkerung stellen muss.

5. Juni 2023 | Reto Frick
Gesellschaft

Was bedroht? Und wer schützt? So einfach die zwei Fragen scheinen mögen, bergen sie dennoch eine Menge Diskussionsstoff. Denn längst sind es nicht mehr Rhein, Rüfe und Föhn, die am stärksten in unserem Fokus stehen. Heute sind es Schlagworte wie Klimawandel, Digitalisierung und geopolitische Verschiebungen, die uns mehr Angst machen.

Die Stiftung Zukunft Liechtenstein geht den Hintergründen in ihrer aktuellen Publikation nach: Wie gut ist Liechtenstein auf diese Entwicklungen vorbereitet? Zurzeit stehen rund 320 Personen als Reservisten im Hintergrund bereit, um die bestehenden Organisationen bei Bedarf zu unterstützen. Doch diese Zahl könnte nach Ansicht der Stiftung Zukunft bei Grossereignissen rasch nicht mehr ausreichen.

Liechtenstein sei schlecht auf zivilisationsbedingte Gefahren vorbereitet, heisst es in der Medienmitteilung vom 5. Juni 2023. Wenn man betrachte, wie selbstverständlich manche Bedrohungen für viele bereits zum Alltag gehören, sei es dringend an der Zeit, mehr zu tun. Doris Quaderer von der Stiftung Zukunft appellierte an der Medienkonferenz in Ruggell an mehr Bewusstsein, Engagement der Bevölkerung und Zusammenarbeit – auch über die Grenzen hinweg. Liechtenstein als Kleinstaat könne Risiken wie grossflächige Stromausfälle oder Cyberattacken nicht alleine bewältigen.

Ausführliche Informationen zur Publikation „Bevölkerungsschutz. Was bedroht, wer schützt?“ gibt es unter stiftungzukunft.li



Projektleiterin Doris Quaderer von der Stiftung Zukunft appelliert an mehr Engagement.

Bild: Zukunft.li