Lichtskulpturen und Projektionen brachten Feldkirch zum leuchten

Rund 37ÔÇÖ000 Besucherinnen und Besucher verzeichnete die dritte Ausgabe des biennalen Lichtkunstfestivals ÔÇ×Lichtstadt FeldkirchÔÇť vergangenen Mittwoch bis Samstag - ein Rekordwert f├╝r das kostenlose Event im ├Âffentlichen Raum.┬á

8. Oktober 2023 | Redaktion
Kultur

Vier Tage lang zeigte sich die Innenstadt Feldkirchs in Vorarlberg in einem anderen Licht. Grossfla╠łchige Fassadenprojektionen, minimalistische Lichtskulpturen und begleitende Soundkulissen luden die Besucher in ein Feldkirch ein, wie man es so noch nie erlebt hat. Acht Projekte von fu╠łnf internationalen Ku╠łnstlerinnen und K├╝nstlern sowie Kollekiven waren wa╠łhrend eines Rundgangs durch die historische Altstadt zu bestaunen.┬á

Musikalische Umrahmung sorgte f├╝r Dynamik

Die Projektanzahl fiel dieses Jahr beschaulicher aus, die bespielten Fla╠łchen dafu╠łr umso gro╠łsser. Die Alte Dogana und die Schattenburg wurden wieder zum gigantischen Schauspiel beeindruckender Fassadenprojektionen des Grazer K├╝nstlerkollektivs OchoReSotto. Auch die Johanniterkirche wurde zum Zuschauermagnet. Thilo Franks dynamische Lichtskulptur reagiert auf die Bewegung der Besucher im Raum, die definitiv gegeben war.

Fu╠łr Begeisterung sorgte auch die Kombination aus Franc╠žois Morellets rotem Neon-Werk und dem vom Dom programmierte musikalische Begleitung. Das zweite Leuchtobjekt Morellets ist weiterhin im Palais Liechtenstein zu besichtigen.┬á

Klima, Medien und Wahrheiten als Themen

Die diesja╠łhrigen Programmpunkte umfassten virale Themen unserer Zeit. Ruth Schnell und Martin Kusch (kondition pluriel) bespielten das Montforthaus mit gigantischen Bildern zu Fragen o╠łkologischer Herausforderungen mit menschenrechtlichen Komponenten, wie etwa Klimaflucht. Passende Sounds sorgten fu╠łr ein multidimensionales Erlebnis.

Der amerikanische Medienku╠łnstler Tony Oursler behandelte in seinen Baumprojektionen und u╠łberdimensionierten Augen die Auswirkungen unseres Medienzeitalters. Auch das Ku╠łnstlerinnenkollektiv OchoReSotto nahm sich dem Thema verzerrte Wahrnehmung an. Neben der Alten Dogana und der Schattenburg schufen sie in der Marktgasse Raum fu╠łr verzerrte Realita╠łten.

(pd/red)

Lichtstadt Feldkirch 2023, Lichterpfad.

Tony Oursler, Eclipse, Lichtstadt Feldkirch 2023.

Tony Oursler, Specular, Lichtstadt Feldkirch 2023.

OchoReSotto, ADDITIVE, Lichtstadt Feldkirch 2023.

Ruth Schnell und Martin Kusch, Flood, 2023.

Bilder: Gu╠łnter Richard Wett

Franc╠žois Morellet, Lamentable, 2005, Sammlung Zumtobel.

Bild: Gu╠łnter Richard Wett