KĂĽnstlicher Regen soll Pakistan bei Luftverschmutzung helfen

Islamabad - Angesichts dramatischer Luftverschmutzung hat Pakistan erstmals künstlichen Regen in einer Millionenmetropole getestet. "Wir beobachten die Auswirkungen des künstlichen Regens", sagte Naqvi während einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz.

16. Dezember 2023 | News International
Gesellschaft

Der Oberste Minister der bevölkerungsreichsten Provinz Punjab, Mohsin Naqvi, berichtete am Samstag über das Experiment in der Stadt Lahore im Landesosten. Lahore verzeichnete am Samstag die weltweit schlechteste Luftqualität unter Metropolen, wie aus einem Ranking des Schweizer Umweltunternehmens IQAir hervorging. Dem zuständigen Minister zufolge wurde das Experiment mit Hilfe der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ermöglicht. Ein Expertenteam sei dafür bereits seit zwei Wochen in der Stadt. 

Der kĂĽnstliche Regen wurde demnach mit dem als „Wolkenimpfen“ bekannten Verfahren eingeleitet. Dabei wird in Wolken Silberjodid, ein gelbliches Salz, in einer Verbindung mit Aceton verbrannt, um die Bildung von Regentropfen zu fördern. Die Hoffnung ist, dass dadurch auch der hartnäckige Smog geringer wird.

Bewohner der Millionenmetropole leiden seit Wochen unter der Luftqualität in Lahore. Die Provinzregierung reagierte unter anderem mit Schulschliessungen. Die pakistanischen Behörden sehen unter anderem die Industrie, den Verkehr und Müllverbrennung als größte Ursachen für die Luftverschmutzung.

Im Nachbarland Iran warnten die Behörden unterdessen in weiten Landesteilen vor starker Luftverschmutzung. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna waren neben der Hauptstadt Teheran auch andere Grossstädte wie Isfahan, Ahwas und Maschhad von Smog betroffen.

(APA/dpa)

 

 



Smog: Dystopische Bilder aus Pakistan.

Bild: ARIF ALI