Iran: General bei israelischem Luftangriff in Syrien getötet 

Damaskus/Teheran - Ein hochrangiger General der iranischen Revolutionsgarden ist nach Angaben Teherans in Syrien bei einem israelischen Luftangriff getötet worden. General Sayyed Razi Mousavi sei bei einer Attacke des "zionistischen Regimes" in einem südlichen Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus getötet worden, meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA am Montag. 

26. Dezember 2023 | News International
Politik

Der iranische Präsident Ebrahim Raisi erklärte, Israel werde „mit Sicherheit fĂĽr dieses Verbrechen bezahlen“. Die Revolutionsgarden kĂĽndigten ebenfalls Vergeltung an. In einer Erklärung hiess es, Israel werde fĂĽr den Tod des Brigadegenerals bezahlen.

Mousavi sei in Syrien einer der „erfahrensten Berater“ der Einheiten der Al-Quds-Brigaden gewesen, hiess es. Die Al-Quds-Brigaden gehört zu der fĂĽr Auslandseinsätze zuständigen Abteilung der iranischen Revolutionsgarden. Der Iran ist ein enger VerbĂĽndeter der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas, deren beispielloser Ăśberfall auf Israel am 7. Oktober den Gaza-Krieg ausgelöst hatte.

Den Angaben zufolge war er ein Wegbegleiter des 2020 bei einem US-Angriff im Irak getöteten Generals Qassem Soleimani. Der Tod des Kommandanten der Al-Quds-Brigaden jährt sich am 3. Januar zum vierten Mal. Irans Botschafter in Syrien, Hossein Akbari, sagte der iranischen Nachrichtenagentur Mehr, Mousavis Haus sei von drei Raketen getroffen worden. „Das Gebäude wurde zerstört“, sagte der Diplomat.

Die in Grossbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle fĂĽr Menschenrechte berichtete von israelischen Angriffen auf Stellungen in der Gegend, die von iranischen Gruppen und der libanesischen Hisbollah-Miliz genutzt wĂĽrden. „Wir betrachten dieses Attentat als einen schamlosen Angriff, der die Grenzen ĂĽberschreitet“, erklärte die von Teheran unterstĂĽtzte Hisbollah.

Der Iran ist auch ein enger Verbündeter der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas, deren beispielloser Überfall auf Israel am 7. Oktober den Gaza-Krieg ausgelöst hatte. Seitdem nahmen auch die Spannungen im israelisch-libanesischen Grenzgebiet deutlich zu. Immer wieder kommt es zu gegenseitigen Angriffen zwischen israelischen Truppen und der Hisbollah.

Seit Beginn des Kriegs gegen die Hamas hat Israel die Luftangriffe in Syrien intensiviert. Den Bericht über den Tod Mousavis wollte Israel am Montag nicht kommentieren, generell äussert sich das Land kaum zu einzelnen Angriffen in Syrien. Die israelische Regierung betont aber immer wieder, sie werde nicht zulassen, dass ihr Erzfeind Iran seine Präsenz in Syrien ausweite.

(APA/AFP/Reuters) 

 

 

Rauch nach israelischem Luftangriff in Syrien (Themenbild).

Bild: APA