Guterres kündigt Konsequenzen für UNO-Mitarbeiter in Gaza an 

New York - Nach den schweren Vorwürfen gegen Beschäftigte des UNO-Palästinenserhilfswerks UNRWA hat UNO-Generalsekretär António Guterres rasche Konsequenzen angekündigt. 

28. Januar 2024 | News International
Politik

UNO-Generalsekretär AntĂłnio Guterres sagte Sonntag frĂĽh laut einer Mitteilung der Vereinten Nationen: „Jeder UNO-Mitarbeiter, der in Terrorakte verwickelt ist, wird zur Rechenschaft gezogen werden, auch durch strafrechtliche Verfolgung“. Eine Untersuchung durch das UNO-BĂĽro fĂĽr interne Aufsichtsdienste sei unverzĂĽglich eingeleitet worden.

Wegen der mutmasslichen Beteiligung von zwölf ihrer mehreren Tausend Beschäftigten am Massaker der Hamas in Israel am 7. Oktober ist UNRWA unter massiven Druck geraten. Neun Länder kündigten an, ihre Zahlungen an die Hilfsorganisation im Gazastreifen vorerst einzustellen.

Guterres sagte, von den zwölf Beschuldigten seien neun sofort identifiziert und entlassen worden. Ein Mitarbeiter sei fĂĽr tot erklärt worden, die Identität der beiden anderen werde derzeit geklärt. Die Verdächtigen sollten auch strafrechtlich verfolgt werden, „die verabscheuungswĂĽrdigen angeblichen Handlungen dieser Mitarbeiter“ mĂĽssten Konsequenzen haben.

Guterres wies darauf hin, die derzeitige Finanzierung des UNRWA reiche nicht aus, um die zwei Millionen Zivilisten im Gazastreifen im Februar zu unterstĂĽtzen. Er appellierte an die Staaten, die ihre Beiträge ausgesetzt haben, die Kontinuität der Arbeit des UNRWA zu gewährleisten. Die Zehntausenden Mitarbeiter sollten nicht bestraft werden. „Die dringenden BedĂĽrfnisse der verzweifelten Bevölkerungsgruppen, denen sie dienen, mĂĽssen erfĂĽllt werden.“ Guterres sagte, er sei selbst entsetzt ĂĽber die Anschuldigungen.

(APA/dpa) 

 

 

UNO-Chef verspricht rasche Konsequenzen.

Bild: ANDREA RENAULT