FC Vaduz kantert den FC Schaffhausen problemlos mit 6:0 ab

In seinem sechsten Meisterschaftsspiel der Challenge League kam der FC Vaduz zu einem weiteren Sieg. Die Residenzler fertigten den FC Schaffhausen mit 6:0 (2:0)-Toren ab. Väyrynen gelang ein Doppelpack (83. / 86.), zudem trafen Isik per Kopf (17.), Djokic (46.+), Chabbi mittels Penalty (63.) und Golliard (93.). Endlich gelang dem FCV in der laufenden Saison ein Zu-Null-Sieg.

3. September 2023 | Ernst Hasler
Gesellschaft

Schaffhausen entpuppte sich als harmloses Team, das wenig Widerstand bot und ab der 47. Minute – nach Rot an Hasani – in Unterzahl spielen musste.

Isik mit FĂĽhrungstreffer

Von Anbeginn ergriff der FC Vaduz die Initiative, doch ein Standard war notwendig, um das Skore gegen ein biederes Schaffhausen zu eröffnen: Einen Fehr-Eckball köpfelte Isik aus 4 m ins rechte, obere Eck (1:0). Zuvor hatte Golliard einen Hochkaräter liegen lassen, als er das Kunststück zustande brachte, den Ball aus 5 m übers Tor zu jagen (5.).

Der FCV blieb nach dem Führungstreffer aktiv und strebte den zweiten Treffer an. Am nächsten kam dabei Cavegn, der solo vor Torhüter Enzler «nur» den Pfosten traf (36.). Torhüter Enzler erhielt wenig Arbeit, weil die FCV-Spieler jeweils zentral abschlossen: Fehr mittels Freistoss (20.), Berisha mittels Volley (21.) und Chabbi mit einem Schüsschen (28.). Strecken musste sich Enzler, als Hasani einen Fehr-Querpass fast ins eigene Tor ablenkte (26.).

Nicht eingreifen musste der Gästekeeper, als Cavegn zu lange mit seinem Zuspiel wartete (39.) und Emini seinen Schuss zur Ecke abgelenkt sah (43.). Und das zweite Tor fiel doch noch: Golliard dribbelte in den Strafraum, stocherte den Ball zu Djokic, der von halbrechts trocken ins Tor traf (2:0).

Und beinahe hätte ein fatales Missgeschick den Gleichstand bedeutet: Isik schoss Berisha an, von seinem Körper prallte der Ball an die eigene Querlatte (45.). Und die Gäste, die kaum existent waren. Derdiyok legte sich bei der besten Gästeführung den Ball zu weit vor (38.) und Navarro setzte seinen Schlenzer über die Querlatte (41.).

Rot fĂĽr Hasani und frĂĽhe Vorentscheidung

Zur Halbzeit kam Wieser für den mässig aufspielenden Debütanten Emini. Und Vaduz blieb das aktivere Team, zumal Hasani nach einem Chabbi-Durchbruch zur Notbremse griff und Rot sah (47.). Nachdem dann Chabbi mittels Foulpenalty – Djokic war gefoult worden – das Skore auf 3:0 erhöhte, war die Partie früh entschieden. Djokic köpfelte den Ball an den Pfosten (74.), und ein Fehr-Schlenzer flog übers Tor (51.), zudem köpfelte Cavegn daneben (57.), ein Kräuchi-Schuss fiel zentral aus (76.) und ein Djokic-Volley verfehlte das Tor (80.).

Letztlich konnte Väyrynen sein erstes Meisterschaftsspiel für den FCV erzielen: Er köpfelte den Kräuchi-Flankenball ins Tor (4:0). Und der Finne traf erneut: er schob einen Querpass über die Torlinie (5:0). Im Finish fehlte bei den zwei Djokic-Abschlüssen wenig: Mit seinem Kopfball brachte er Enzler in Not (88.) und kurz darauf schob er den Ball neben das Tor (92.).

Von den Gästen kam sehr wenig. Lediglich ein Krasniqi-Knaller verfehlte das Tor klar (71.) und als sich Navarro durch die FCV-Abwehr dribbbelte, krallte ihm Büchel den Ball aus den Füssen (77.). Für Schaffhausen wird es eine zähe Saison, denn mit solchen Leistungen wird der Ligaerhalt kaum zu schaffen sein. Entsprechend mussten sich die Spieler nach Spielschluss gegenüber ihren rund 70 mitgereisten Fans erklären.

Telegramm

FC Vaduz – FC Schaffhausen      6:0 (2:0)

Rheinpark Stadion, Vaduz.   1’441 Zuschauer. Schiedsrichter Hüseyin Sanli (Sz); assistiert von Marco Zürcher und Leroy Hartmann (Sz).

 FC Vaduz: Büchel; Kräuchi, Isik, Berisha, Fehr (ab 69. Stöber); Gasser (ab 69. Lüchinger), Emini (ab 46. Wieser); Djokic, Golliard, Cavegn (ab 85. Destani); Chabbi (ab 77. Väyrynen).

FC Schaffhausen: Enzler; Krasniqi (ab 89. Rrustemi), Hasani, Rhyner, Morina (ab 46. Kamber); Stroscio; Navarro, Lika, Willy Vogt (ab 46. Marleku); Derdiyok (ab 60. De Donno), Bunjaku (ab 69. Mbengi).

Tore: 1:0 18. Gabriel Isik; 2:0 46.+ Dejan Djokic; 3:0 63. Seifedin Chabbi (Foulpenalty); 4:0 83. Tim Väyrynen; 5:0 86. Tim Väyrynen; 6:0 93. Théo Golliard.

Bemerkungen: Vaduz ohne Traber (gesperrt), Cicek, Fosso, Rahimi, Hasler, Gajic und Ibrisimovic (verletzt); Schaffhausen ohne Lurvink, Martin und Gonzalez (verletzt). Cavegn-Pfostenschuss (36.), Djokic-Kopfball an den Pfosten (74.) und ein Berisha-Ablenker an die eigene Querlatte (45.). Rote Karte für Hasani (47. – Notbremse). Verwarnungen für Emini (11. – Halten), Navarro (27. – Halten), Rhyner (30. – Foul), Berisha (40. – Foul) und Lüchinger (69. – Foul). Eckenverhältnis: 12:0 (8:0).

FCV-Trainer Martin Stocklasa zog ein positives Fazit. Video: Ernst Hasler

Schaffenhausens Trainer Bigi Meyer analysierte die Niederlage seines Teams ohne Wenn und Aber. Video: Ernst Hasler

FC Vaduz gewinnt gegen den FC Schaffhausen.

Bild: FCV