DPL-Weisheiten

von Helen Marxer, Floraweg 19, Vaduz

26. Dezember 2023 | Leserbrief
Leserbrief

Das DPL-Blatt beginnt schon absurd. Auf Seite 2 und 3 beklagt der DPL-Präsident, Thomas Rehak, dass Landtag und Regierung nur auf die PV-Pflicht setze und sich nicht für die Wasserkraft interessiere. «Viel lieber zwingt der stark links ausgerichtete Landtag mit seiner ebenfalls linken Regierung die Bürger, Investitionen in PV-Anlagen zu tätigen, die im Winter, wenn der Strombedarf am höchsten ist, kaum Erträge bringen.» Rehak gibt mit dieser Aussage zu erkennen, dass er von den beiden Vorlagen gar nichts hält. Wahrscheinlich auch aus Frust über das «abgewürgte Ausleitkraftwerk» (Rehak) lehnt er sämtliche Massnahmen ab, die zu mehr PV-Anlagen auf den Dächern führen würden.

Ihre abgeänderten Plakate verkünden nun DPL-Weisheiten: „Der Gratisstrom vom Dach ist ein Lug.“- „Den Gratisstrom vom Dach gibt es nicht, so wenig wie den Weihnachtsmann.“- „Die Mietkosten steigen eher als sie sinken.“ U.s.w.

Statt von Putins Gas sieht uns die DPL nun von Xi Jinping Solarpanels abhängig. Dazu ist zu sagen, dass es auch europäische Panels gibt und dass es auf jeden Fall umweltfreundlicher ist, von billigen chinesischen Panels als von Erdöl und Gas abhängig zu sein.

Da bemühen sich eine Mehrheit der Landtagsabgeordneten sowie die Regierung, die Energieziele mit zwei guten Vorlagen zu erreichen. Und zehn Organisationen versuchen mit viel Idealismus und Öffentlichkeitsarbeit die Bevölkerung für den Umstieg auf erneuerbare Energien zu gewinnen. Und nun kommt die DPL mit fragwürdigen Aussagen und probiert, die vielen guten Ansätze zunichte zu machen. Mit ihren bisher untauglichen Vorschlägen lassen sich die Klimaziele jedenfalls nicht erreichen. 

Stimmen Sie den beiden Energievorlagen zu und helfen Sie mit, die Klimaziele zu erreichen.

 

 

 



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