Die fĂĽnf wichtigsten Verkehrsregeln fĂĽr Fahrradfahrer in Liechtenstein

Das Amt für Tiefbau und Geoinformation hat zur Unfallprävention landesweit die Vehrkehrsignalisation für Nutzerinnen und Nutzer von Fahrrädern und E-Bikes überarbeitet. Nun gilt es diese auch zu beachten. 

24. August 2023 | Redaktion
Gesellschaft

Im Folgenden eine überblicksartige Zusammenstellung der fünf wichtigsten Verkehrsregeln für Fahrradfahrerinnen- und fahrer von klassischen Fahrrädern oder E-Bikes. Generell gilt jedoch: Signalisationen beachten und das Trottoir den Fussgängern überlassen. 

1. BenĂĽtzungspflicht der signalisierten Strecken und Radstreifen

Radfahrerinnen und Radfahrer jeglichen Typs (klassisches Fahrrad sowie E-Bikes mit 25 bzw. 45 km/h Maximalgeschwindigkeit) sind gemäss Strassenverkehrsgesetz verpflichtet Radwege, als Fuss- und Radwege signalisierte Strecken, sowie Radstreifen zu benützen.

2. Fahrradfahren von Trottoirs verboten

 Das Trottoir ist dem Fussverkehr und fahrzeugähnlichen Geräten (z.B. Inline-Skates, Skateboards, Trottinette ohne Motor) vorbehalten. 

Ausnahmen: 

 • Kinder unter 12 Jahren 

für Kinder unter 12 Jahren ist das Radfahren auf Trottoirs erlaubt, sofern kein Radweg oder Radstreifen vorhanden sind. Die Fahrweise und Geschwindigkeit müssen entsprechend angepasst werden, da Fussgängerinnen und Fussgänger weiterhin Vortritt haben. 

• Zusatztafel «Radfahrer gestattet» 

Ist auf einem Trottoir eine Zusatztafel «Radfahrer gestattet» signalisiert, können Benützerinnen und Benützer von Rädern und E-Bikes mit einer Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h entscheiden, ob sie die Fahrbahn oder das Trottoir benützen möchten. E-Bikes mit einer Maximalgeschwindigkeit von 45 km/h dürfen das Trottoir auch mit Zusatztafel «Radfahrer gestattet» nicht befahren. Damit soll verhindert werden, dass die Geschwindigkeitsniveaus zu unterschiedlich werden. 

3. Rechtsfahrgebot in Fahrtrichtung der Hauptfahrbahn

Bei Radstreifen gilt ein Rechtsfahrgebot, wodurch die Radstreifen nur in Fahrtrichtung der Hauptfahrbahn genutzt werden dürfen. Dies gilt auch für die Velokriechspur, welche durch den bergwärtsfahrenden Radfahrer und die bergwärtsfahrende Radfahrerin benützt werden muss.

4. Befahren der Fussgängerstreifen ohne Vortrittsrecht

Ein Befahren der Fussgängerstreifen ist mit dem Rad und den E-Bikes erlaubt, jedoch ohne Vortrittsrecht. Absteigen und das Zweirad schieben hilft jedoch, um ebenso wie der Fussverkehr vortrittsberechtigt zu sein. Einige Querungsstellen für Fahrräder sind zur besseren Befahrbarkeit mit abgesenkten Randsteinen und Mittelinseln als sogenannte «Fahrradfurt» ausgebildet. Auch hier haben die Fahrräder keinen Vortritt.

5. E-Trottinette 

E-Trottinette mit Bauartgeschwindigkeit 20 km/h sind den E-Bikes mit einer Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h (Leicht-Motorfahrräder) gleichgestellt. Schnellere E-Trottinetts (max. 30 km/h) werden wie E-Bikes mit einer Maximalgeschwindigkeit von 45 km/h behandelt und benötigen eine Zulassung.

 (pd/red)

Bilder: Amt fĂĽr Tiefbau und Geoinformation

Signalisationen sollten immer beachtet werden. 

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