Biometrische ID und neuer Aufenthaltsausweis

Anfang 2024 wird in Liechtenstein die biometrische Identitätskarte (ID) sowie der neue Aufenthaltsausweis für Staatsangehörige eines EWR-Mitgliedstaates oder der Schweiz herausgegeben. Zudem erhalten alle Drittstaatsangehörigen ausnahmslos einen biometrischen Aufenthaltsausweis.

18. Dezember 2023 | Redaktion
Bekanntmachungen

Ab 3. Januar 2024 kann beim Ausländer- und Passamt (APA) die neue Identitätskarte (ID) Liechtensteins beantragt werden. Neben einem angepassten Design und modernen Sicherheitselementen verfügt die ID über einen integrierten Chip zur Speicherung biometrischer Daten. Alle bisher ausgestellten IDs können bis zum Ablauf ihres Gültigkeitsdatums verwendet werden. Die ID kann weiterhin direkt nach der Antragstellung am APA-Schalter mitgenommen werden.

Auch der Aufenthaltsausweis für Staatsangehörige eines EWR-Mitgliedstaates oder der Schweiz wurde neu gestaltet. Dieser verfügt nun über eine zweisprachige Kartenbeschriftung in Deutsch und Englisch. Die maximale Auslauffrist für Aufenthaltsausweise, die nicht den Anforderungen der Verordnung (EU) 2019/1157 entsprechen, beträgt fünf Jahre. 

Aufenthaltsausweise von Personen mit einer Daueraufenthaltsbewilligung, die noch mehr als fĂĽnf Jahre gĂĽltig sind, mĂĽssen deshalb ausgetauscht werden. Das APA wird die betroffenen Personen zu gegebener Zeit anschreiben. Im Moment besteht kein Handlungsbedarf. Beim Austausch ist ein vergĂĽnstigter GebĂĽhrentarif vorgesehen, der die Restlaufzeit berĂĽcksichtigt.

Der biometrische Schengen-Aufenthaltsausweis für Drittstaatsangehörige wurde mit dem Schengen-Beitritt Liechtensteins 2011 eingeführt und im Dezember 2020 aktualisiert. Dieser wird weiterverwendet, künftig jedoch ausnahmslos an alle Drittstaatsangehörige herausgegeben.

Mit der Verordnung (EU) 2019/1157 hat die Europäische Union (EU) Mindeststandards für Personalausweise und Aufenthaltsausweise definiert. Diese gelten in den EU-Mitgliedstaaten bereits seit dem 2. August 2021. Der Gemeinsame EWR-Ausschuss hat am 17. März 2023 beschlossen, diese Verordnung ins EWR-Abkommen zu übernehmen (Beschluss Nr. 50/2023). 

Der Landtag hat der Übernahme ins EWR-Recht und der Anpassung des Heimatschriftengesetzes (HSchG), des Personenfreizügigkeitsgesetzes (PFZG) sowie des Ausländergesetzes (AuG) an seiner Sitzung vom 5. Oktober 2023 zugestimmt. Die Gesetzesbestimmungen treten am 1. Januar 2024 in Kraft. (pd)

Präsentierten die Biometrische Identitätskarte und den neuen Aufenthaltsauweis: Mario Konzett, Leiter Ausländer- und Passamt, Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni und Thomas Amann, Ausländer- und Passamt, Leiter Bewilligungen und Heimatschriften.

Bild: IKR