Aussenministerinnen treffen sich zur Förderung der Geschlechtergleichheit in der Mongolei

Auf Einladung der mongolischen Aussenministerin Batmunkh Battsetseg nahm Regierungsrätin Dominique Hasler gemeinsam mit Amtskolleginnen aus Deutschland, Frankreich, Australien, Indonesien, Südafrika und Tansania am Treffen des Netzwerks der Female Foreign Ministers in Ulaanbaatar teil. 

1. Juli 2023 | Redaktion
Politik

Unter anderem wurde der Klimawandel, die Ernährungssicherheit und die Rolle von Frauen bei der Förderung von Frieden und Sicherheit im internationalen Kontext besprochen. Geschlechtergleichheit ist seit Jahrzehnten ein Schwerpunktthema in internationalen Organisationen. 

Die Aussenministerinnen treffen sich mehrmals pro Jahr, um sich untereinander auszutauschen, wobei der Anlass in der Mongolei von dieser Woche das erste Treffen in Asien darstellt. Liechtenstein engagiert sich innerhalb dieses Netzwerkes und wird auch dieses Jahr das traditionelle Female Foreign Ministers Dinner in New York zusammen mit der kanadischen Aussenministerin, Mélanie Joly ausrichten. Neben den offiziellen Treffen und bilateralen Gesprächen fanden auch informelle Gespräche zwischen den Amtskolleginnen statt.

Klima, Ernährung und Frieden

Die Aussenministerinnen diskutierten am Treffen in der Mongolei die Themen Klimawandel, Ernährungssicherheit und die Rolle von Frauen bei der Förderung von Frieden und Sicherheit. Oftmals sind es Frauen und Kinder, welche am stärksten von Krisen betroffen sind. 

Liechtenstein hatte bereits zweimal den Einsitz in der UN-Kommission für die Rechtsstellung der Frau (CSW), war Mitglied im Exekutivrat von UN Women sowie im Büro des Komitees der Vertragsstaaten der Istanbul Konvention. Zudem erfolgt eine Sensibilisierung des Finanzplatzes bei den Themen Sklaverei und sexuelle Ausbeutung durch die von Liechtenstein unterstützte FAST-Initiative. 

Im Rahmen der Internationalen Humanitären Zusammenarbeit und Entwicklung gehört die Thematik der Geschlechtergerechtigkeit zu den vier handlungsleitenden Prinzipien der Strategie des Liechtensteinischen Entwicklungsdienstes (LED).

Frauenrechte in Konfliktsituationen

Ebenso setzt sich Liechtenstein in den Vereinten Nationen für die Umsetzung der Frauen, Frieden und Sicherheits-Agenda ein. Der Fokus des liechtensteinischen Engagements liegt dabei auf der gleichberechtigten Mitwirkung von Frauen an Friedens- und Mediationsprozessen, der Bekämpfung von sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten und die Stärkung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit. 

An der Konferenz verabschiedeten die Aussenministerinnen eine Erklärung, mit welcher sie ihren gemeinsamen Willen zum Engagement für den Einbezug und die Stärkung der Rechte von Frauen, insbesondere in Konfliktsituationen, zum Ausdruck brachten. So riefen sie zur Gleichberechtigung der Frauen in Afghanistan sowie zur Solidarität hinsichtlich des Krieges gegen die Ukraine auf und machten erneut auf dessen humanitäre Auswirkungen aufmerksam. Gleichzeitig betonten die Amtskolleginnen, dass in Folge der geopolitischen Situation keine Krise in Vergessenheit geraten darf.

Informeller Austausch 

Neben dem Konferenzprogramm bot sich den Aussenministerinnen auch die Möglichkeit zu vertieften bilateralen Gesprächen mit ihren Amtskolleginnen. Mit einer Vertreterin des Green Climate Fund tauschte sich Regierungsrätin Hasler zu Liechtensteins Engagement bei der Reduktion der Treibhausgase in Entwicklungsländern aus. Der Green Climate Fund unterstützt unter anderem Entwicklungsländer in der Emissionsreduktion sowie in der Anpassung an den Klimawandel.

Info 

→Woman, Peace and Security: https://dppa.un.org/en/women-peace-and-security

→Green Climate Fund: https://www.greenclimate.fund/

(pd/red)

Treffen der Aussenministerinnen von SĂĽdafrika, Liechtenstein, Deutschland, Mongolei, Frankreich und Indonesien.

Bild: IKR

Gruppenbild mit den Aussenministerinnen von SĂĽdafrika, Deutschland, Mongolei, Indonesien, Frankreich und Deutschland.

Bild: IKR