Aus ‚ÄúAlter Turnhalle‚ÄĚ wird Fl√ľchtlingsnotunterkunft¬†

Die Regierung hat am Donnerstag den Ausbau der Alten Turnhalle in Triesen zur Unterbringung von Schutzsuchenden aus der Ukraine beschlossen. 

23. Januar 2023 | Redaktion
Liechtenstein

Die Regierung hat am Donnerstag, 19. Januar 2023 nach eingehender¬†Variantenpr√ľfung den Ausbau eines Gewerbeobjekts in Triesen beschlossen, das¬†angesichts des Krieges in der Ukraine als Kollektivunterkunft f√ľr Gefl√ľchtete¬†genutzt werden wird. Eine Nutzung des Spoerry-Areals ist deshalb derzeit nicht¬†notwendig.

Gleichzeitig wurde das Konzept zur Schaffung einer allenfalls¬†notwendigen √úbergangsl√∂sung verabschiedet, bei dem die „Alte Turnhalle“ in¬†Triesen zur kurzfristigen Unterbringung genutzt werden k√∂nnte, bis der¬†zus√§tzliche Wohnraum zur Verf√ľgung steht.

Gewerbehalle statt Spoerry-Areal

In seiner Dezember-Session stimmte der Landtag einem Verpflichtungskredit zur¬†Schaffung von zus√§tzlichem Wohnraum zur Unterbringung von Schutzbed√ľrftigen mit¬†grosser Mehrheit zu. Im Nachgang des Landtagsentscheids fanden abermals¬†intensive und vertiefte Pr√ľfungen verschiedener Standorte sowie m√∂glicher¬†Umsetzungsvarianten statt.

Die Regierung beschloss am 19. Januar 2023 die Anmietung und den Ausbau einer geeigneten Gewerbehalle in Triesen zur Schaffung einer weiteren Kollektivunterkunft zur Unterbringung von Personen aus dem Asylbereich. Das Gebäude wird per 01. Februar 2023 durch das Land angemietet, damit die notwendigen Umbaumassnahmen umgehend eingeleitet werden können. Es ist geplant, dass mindestens 70 Personen in der Unterkunft ein zu Hause finden. Der zusätzliche Wohnraum wird voraussichtlich im Mai 2023 bezugsbereit sein.

Der¬†Gemeinderat Triesen hat der befristeten Umnutzung am 20. Januar 2023 die¬†Zustimmung erteilt. Durch die Anmietung der genannten Liegenschaft in Triesen¬†und weiterer sich in Abkl√§rung befindlicher Objekte ist derzeit keine Nutzung¬†des Spoerry-Areals geplant. Die Regierung bedankt sich bei der Gemeinde Vaduz,¬†dass sie das Spoerry-Areal dem Land bei Bedarf zur Verf√ľgung gestellt h√§tten.

Notunterkunft „Alte Turnhalle in Triesen“

Je nach Zustrom von Gefl√ľchteten kann es notwendig werden, diese in der¬†Zwischenzeit f√ľr einige Wochen in Notunterk√ľnften unterzubringen. Die Regierung¬†hat auch daf√ľr verschiedene Optionen gepr√ľft. F√ľr den Fall, dass der Wohnraum¬†f√ľr die Beherbergung von Schutzsuchenden nicht mehr ausreichen sollte, soll die¬†„Alte Turnhalle in Triesen“ als Notunterkunft genutzt werden. So k√∂nnte im¬†Bedarfsfall innert 14 Tagen eine Notunterkunft geschaffen werden, wo mehrere¬†Dutzend Menschen kurzfristig untergebracht werden k√∂nnen, bis weiterer Wohnraum¬†bezugsbereit ist.

Die zweckgebundene Reservation der Alten Turnhalle in Triesen soll aber erst dann erfolgen, wenn die Notwendigkeit auch tatsächlich gegeben ist. Dazu wurde ein Schwellenwert definiert, bei dessen Erreichung die Vorbereitungsarbeiten innert 14 Tagen umgesetzt werden.

Der Gemeinderat von Triesen hat am 19. Dezember 2022 der vor√ľbergehenden¬†Umnutzung der Alten Turnhalle zur Unterbringung von Schutzsuchenden im¬†Anlassfall einstimmig zugestimmt. Die Regierung nahm das Konzept zur Umnutzung¬†der Alten Turnhalle am 17. Januar 2023 zur Kenntnis und bedankte sich bei der Gemeinde Triesen f√ľr die Zurverf√ľgungstellung der Gemeindeinfrastruktur. Notunterk√ľnfte¬†eignen sich zur Unterbringung von Schutzsuchenden nur im Sinne einer¬†√úbergangsl√∂sung f√ľr wenige Wochen oder Monate.

Die Unterbringung der vielen Gefl√ľchteten im Land stellt weiterhin eine grosse,¬†gemeinsame Herausforderung dar. Im Jahr 2022 wurden durch das Ausl√§nder- und¬†Passamt (APA) insgesamt 584 Gesuche registriert, 507 davon wegen des Krieges in¬†der Ukraine. Im neuen Jahr stellten bereits weiter 17 Menschen Gesuche um¬†internationalen Schutz in Liechtenstein. Die Belegung der¬†Unterbringungskapazit√§ten liegt momentan bei 81%.

Die Meldung von geeignetem Wohnraum durch die Bev√∂lkerung ist nach wie vor¬†willkommen. Meldungen k√∂nnten direkt an die zust√§ndigen Stellen gemacht werden:¬†per E-Mail an info.ahr@llv.li oder per Telefon unter der Nummer: +423 236 6990.¬†Nach Meldungseingang wird √ľberpr√ľft, ob sich das Angebot eignet und es wird¬†Kontakt mit den Anbietern aufgenommen.¬†(ots/rif)

 

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