Aufstockung des Staatsbeitrages soll Prämienerhöhung bremsen

Am Freitag lud die FBP-Fraktion zur Pressekonferenz, um die Agenda der Landtagssitzung im Mai bekanntzugeben. Der Landtagsabgeordnete Wendelin Lampert informierte dabei über die Pläne der FBP-Fraktion hinsichtlich absehbaren Prämienerhöhungen der obligatorischen Krankenversicherung (OKP).

29. April 2023 | Rita Feger
Liechtenstein

Ein zentrales Anliegen der FBP-Fraktion ist die Erhöhung des Staatsbeitrages an die OKP auf 35 Millionen Franken. Der von der Regierung beantragte Staatsbeitrag an die Kosten der OKP der übrigen Versicherten für das Bemessungsjahr 2024 von 33 Millionen Franken soll unverändert bleiben, was nach Lampert nicht ausreichend ist.

Zwar habe man es dem Staatsbeitrag zu verdanken, dass unsere Krankenkassenprämien jeden Monat um 166 Franken beziehungsweise 55 Prozent tiefer seien, sprich ohne den staatlichen Beitrag würden die Prämien 467 Franken betragen, statt der effektiven 301 Franken. Allerdings seien im Jahr 2022 die Gesamtbruttokosten um 5.1 Prozent auf 196.1 Millionen Franken angewachsen, erklärte Lampert. Dieser Wert läge deutlich über der langjährigen Kostensteigerungsrate von 3.7 Prozent.

Sollte der Staatsbeitrag unverändert bleiben und das Kostenwachstum auf diesem hohen Niveau verharren, ist laut Lampert davon auszugehen, dass die Prämien für das Jahr 2024 um mehr als sechs Prozent erhöht werden müssten. 

Um diese Prämienerhöhung zu reduzieren werde die FBP-Fraktion daher beantragen den Staatsbeitrag an die Kosten der OKP der übrigen Versicherten für das Bemessungsjahr 2024 auf 35 Millionen Franken zu erhöhen. Mit den zusätzlichen zwei Millionen Franken an die OKP soll die eingetretene Teuerung grösstenteils aufgefangen werden. 

Wendelin Lampert gab Auskunft ĂĽber die Themen der FBP fĂĽr die Mai-Session.

Bild: Roland Rick