Abkommen ├╝ber Sozialversicherung mit Grossbritannien unterzeichnet

Um die sozialversicherungsrechtliche Koordinierung nach dem EU-Austritt des Vereinigten K├Ânigreichs neu zu regeln, haben Island, Liechtenstein und Norwegen ein Abkommen mit Grossbritannien abgeschlossen.┬á

3. Juli 2023 | Redaktion
Welt

Bis zum Austritt des Vereinigten K├Ânigreichs aus der EU und aus dem EWR Ende 2020 waren die sozialversicherungsrechtlichen Beziehungen zwischen Liechtenstein und dem Vereinigten K├Ânigreich ├╝ber das EWR-Abkommen geregelt. Island, Liechtenstein und Norwegen haben daher erneut ein Abkommen mit Grossbritannien geschlossen, das am 30. Juni in London unterzeichnet wurde.

Das neue Abkommen gew├Ąhrt den Versicherten weitgehende Gleichbehandlung und einen erleichterten Zugang zu den Leistungen der sozialen Sicherheit. Im anderen Staat zur├╝ckgelegte Versicherungszeiten werden angerechnet und die Auszahlung der Leistungen ins Ausland wird sichergestellt.┬á

Dank dem Abkommen haben in Liechtenstein Versicherte auch in Grossbritannien mit der europ├Ąischen Krankenversicherungskarte Anspruch auf unvorhergesehene medizinische Behandlungen bei Krankheit, Unfall oder Mutterschaft, das heisst, dass beispielsweise Touristen, die w├Ąhrend ihrer Ferien im Vereinigten K├Ânigreich ins Spital m├╝ssen, dort behandelt werden, wie wenn sie im Inselstaat versichert w├Ąren.┬á

Zudem werden ├ťberversicherung und Versicherungsl├╝cken f├╝r Personen vermieden, die in Liechtenstein und Grossbritannien arbeiten. Dadurch wird auch der vor├╝bergehende Einsatz von Arbeitskr├Ąften im anderen Staat erleichtert und die Mobilit├Ąt gef├Ârdert. Mit dem Abkommen wird im Bereich der sozialen Sicherheit weitgehend der Status quo vor Brexit wiederhergestellt.

(pd/red)

 

Johanna Jonsdottir, Island, Esther Schindler, Liechtenstein, Lars-Erik Hauge, Norwegen, und Peter Wilson, Vereinigtes K├Ânigreich

Bild: FCDO