Ab Februar gilt die neue Bauarbeitenverordnung

Die Bauarbeitenverordnung wurde dem Schutzniveau der Schweiz angepasst. Änderungen betreffen vor allem die Absturzhöhe sowie die GerĂŒstnormen.

18. Januar 2023 | Redaktion
Region

Die Regierung hat in ihrer letzten Sitzung eine Totalrevision der Verordnung ĂŒber die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer bei Bauarbeiten (Bauarbeitenverordnung, BauAV) beschlossen. Die geltende liechtensteinische BauAV wurde auf der Grundlage der schweizerischen Verordnung von 2005 erarbeitet.

In der Schweiz wurden die Bestimmungen zum Arbeitnehmerschutz bei Bauarbeiten per ersten Januar 2022 aktualisiert.

Mit der Totalrevision der liechtensteinischen BauAV wird das Schutzniveau in Liechtenstein an jenes in der Schweiz angepasst. Dies hilft den Arbeitnehmenden und den Arbeitgebenden insofern, als sie die Ausbildung grösstenteils in der Schweiz absolvieren und daher mit den schweizerischen Vorschriften vertraut sind.

Die wichtigsten Änderungen betreffen die Absturzhöhe sowie die GerĂŒstnormen. So war vorher beispielsweise bei einer Absturzhöhe von ĂŒber drei Meter, ein GerĂŒstgang, der sogenannte Spenglergang, von maximal einem Meter unterhalb von Traufe oder dem Flachdachrand zu erstellen. Da der Spenglergang dem sicheren Arbeiten am Dachrand dient, soll er neu bereits ab zwei Meter Absturzhöhe erstellt werden.

Ausserdem dĂŒrfen mit der neuen BauAV nur Gerüste und Gerüstbestandteile verwendet werden, die den Anforderungen an das Inverkehrbringen nach dem Gesetz über die Sicherheit von technischen Einrichtungen und Geräten sowie dem schweizerischen Bundesgesetz über die Produktesicherheit entsprechen.

Über die genannten und weitere Anpassungen wurden die betroffenen Interessengruppen im Vorfeld der Revision unterrichtet.

Die Verordnung tritt am ersten Februar 2023 in Kraft. (ots/rif)

 

Die neue Verordnung soll die Gesundheit der Arbeitnehmer stĂ€rker schĂŒtzen.

Bild: Shuttersock